Mit der Gründung des katholischen Gesellenvereins, anno 1866, beginnt
die Entstehung der heutigen Karnevals-Gesellschaft Schwarz-Gold Rheydt
von 1899 e.V.
Innerhalb dieses katholischen Gesellenvereins bildete sich eine Laienspielschar,
die mit Theaterstücken und Büttenreden die ersten karnevalistischen
Gehversuche unternahm.
Unter dem Motto: „Allen Wohl und niemand Weh“,
fand im Jahre 1898 die erste große Veranstaltung statt. Programm und
Liedertexte blieben uns im Original erhalten. Die Aufführung war ein
Theaterstück von Millowitsch mit dem Titel: „Drei Tage Kölner
Leben“.
Aus dieser Theatergruppe gründete sich 1899 die älteste Rheydter
Karnevalsgesellschaft.
Die ersten Aktivitäten unter dem Präsidium von Paul Schwung.
In der Gesellschaft Harmonie fanden Maskenbälle großen Anklang.
Einen öffentlichen Karneval mit Rosenmontagsumzug und Straßentreiben
an den drei tollen Tagen gab es in Rheydt nicht. Der Karneval fand bis zum
Jahre 1911 vornehmlich in Kneipen, Vereins- und Gesellschaftsräumlichkeiten
statt.
Große Prunk-Damen-Sitzungen waren auch damals schon sehr beliebt. So
zeigten die Programme und Liedertexte aus dem Jahre 1912, welche uns im Original
erhalten sind, den echten rheinischen Humor, den wir auch heute noch nach
dem Motto: “Von Zoten frei die Narretei“ unserem Publikum darbieten.
Von 1914 bis 1919 ruhte das Vereinsleben aufgrund des ersten Weltkrieges.
Im Saal des Gesellenhauses an der Kolpingstraße wurde in dieser Zeit
ein Mehllager eingerichtet.
Nach der Räumung des Saales, Mitte 1919, fanden die Karnevalsfreunde
wieder zusammen.